Handwerker-Azubi aus Winzeln wird Kammersieger

Sebastian Widmaier von der Firma CoolTec im Gespräch mit LOCALgenie
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Handwerker-Azubi aus Winzeln wird Kammersieger

Der Handwerksbetrieb Cool-Tec Gerd Flaig GmbH hat Sebastian Widmaier aus Winzeln zum Mechatroniker für Kältetechnik ausgebildet. In der diesjährigen Gesellenprüfung schnitt er in seinem Beruf als bester der Handwerkskammer Konstanz ab und darf dadurch am Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks (PLW – Profis Leisten Was) teilnehmen.

Sebastian Widmaier hat für seine erste Berufsausbildung einen langen Weg zurücklegen müssen. Nach dem Abitur begann er in Richtung Ingenieurwissenschaften zu studieren. Während des dualen Studiums erkannte er aber immer mehr, dass Industrie-Alltag und Büro-Job überhaupt nicht zu ihm passten. Diese Situation machte ihn so unzufrieden, dass er trotz sehr guter Noten das Studium beendete und sich entschied, mit 23 Jahren noch einmal komplett von vorne anzufangen. Es sollte dieses Mal eine Tätigkeit sein, die ihm auch wirklich gefällt – mit einer Ausbildung von Grund auf und nicht mehr einem Studium ohne vorangegangene Ausbildung. Wegen des schon immer vorhandenen Interesses an handwerklichen Tätigkeiten – was Grundvoraussetzung für diese Ausbildung ist –, entschied sich Sebastian Widmaier eine Ausbildung im Handwerk zu machen. Nach ein paar verschiedenen Praktika fiel die Entscheidung dann ziemlich eindeutig auf eine Kältetechnik-Ausbildung bei Cool-Tec.

Ausschlaggebend waren mehrere Kriterien. Ihm hat bei diesem Job gefallen, dass man viele verschiedene Orte sieht und nicht jeden Tag am selben Platz verbringt. Außerdem war schnell klar, dass dieser Beruf sehr vielseitig und dadurch sehr interessant ist. Denn wer Kälteanlagen montieren und reparieren lernen will, muss nicht nur die eigentliche Kältetechnik verstehen, sondern auch Tätigkeiten aus anderen Berufszweigen wie der Elektrotechnik und des Flaschner-/Sanitär-Bereichs erlernen. Denn jede größere Kälteanlage verfügt über einen Schaltschrank, den man verstehen muss, also hat man mit Elektronik zu tun. Zudem fällt bei Kälteanlagen Kondenswasser an, das abgeführt werden muss oder man integriert eine Kälteanlage als Wärmerückgewinnung in eine Heizungsanlage; dadurch hat man mit dem Heizungs- und Sanitärhandwerk zu tun.

In der eigentlichen Ausbildung zum Mechatroniker für Kältetechnik lernt man wie Kälteanlagen jeglicher Art (Kühlräume, Klimaanlagen, Wärmepumpen, Maschinenkühlungen, Melktechnik etc.) funktionieren und montiert werden mit den Grundfertigkeiten Biegen, Bördeln und Löten von Kupferrohr. Aber im Arbeitsalltag lernt man darüber hinaus noch viele weitere handwerkliche Tätigkeiten aus den oben genannten Berufszweigen. So wird man in diesen Bereichen zum Allrounder ausgebildet und genau so einen Beruf hat Sebastian Widmaier gesucht. Denn durch diese Vielseitigkeit und die Komplexität von Kälteanlagen wird der Arbeitsalltag nicht langweilig. Zudem ist Kältetechnik eine Branche mit Zukunft und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Zu einem Beruf, den man gerne macht, gehört aber noch mehr als eine interessante Tätigkeit. Er hätte sich nicht für diese Ausbildung entschieden, wenn er nicht von Anfang an gemerkt hätte, dass das Team bei Cool-Tec zusammenpasst und man sich untereinander gut versteht. Nur dann, wenn man mit seinen Arbeitskollegen gut auskommt, können die Zusammenarbeit im Betrieb und eine Ausbildung gut werden.

Sebastian Widmaier hat sich ganz bewusst gegen ein großes Unternehmen und für einen kleinen/mittleren Handwerksbetrieb entschieden. Denn umso kleiner der Betrieb, umso mehr muss jeder „alles“ können, das heißt umso mehr Tätigkeiten lernt man und umso weniger kann man sich der Verantwortung entziehen. Durch diese Vielseitigkeit im Berufsalltag, durch das funktionierende Team aus Arbeitskollegen und seinen Leistungswillen lernte Sebastian Widmaier in kurzer Zeit sehr viel, was im Endeffekt in einer sehr gut abgeschlossenen Berufsausbildung endete.

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